Sonographie
Durch Verwendung modernster Ultraschalltechnik ist es uns möglich, verletzungs- oder krankheitsbedingte Veränderungen der Weichteile des Bewegungsapparates wie Muskeln, Sehnen, Bänder und Schleimbeutel, zu beurteilen. Darüber hinaus können unter sonographischer Kontrolle auch therapeutische Maßnahmen wie Injektionen und Punktionen vorgenommen werden. Die Domänen dieses Verfahrens sind die Abklärung der Schultergelenke und der Säuglingshüftgelenke, das Erkennen von Muskelfaserrissen und tiefgelegener Blutergüsse. Diese Untersuchungsmethode ist für den Patienten schmerzfrei, mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden und daher auch bei Schwangeren beliebig oft wiederholbar. Besonders Ultraschall-Untersuchungen in Gelenkbewegung können uns wichtige Informationen zur Gelenkfunktion und eventuellen Störungen geben.

Säuglings-Hüftsonographie
Die angeborene Hüftdysplasie bzw. -luxation (Verrenkung) ist eine seltene, wenn sie jedoch auftritt folgenschwere Erkrankung. Bleibt sie unentdeckt, führt sie häufig zu erheblichen Beschwerden und endet unter Umständen in zahlreichen Operationen, nicht zuletzt einem vorzeitigen Ersatz des Hüftgelenkes durch eine Totalendoprothese.

Mit Hilfe der bei uns in Deutschland routinemäßig durchgeführten sonographischen Hüftgelenksuntersuchung beim Säugling lässt sich bereits unmittelbar nach der Geburt eine Hüftluxation oder Hüftdysplasie feststellen.

Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zur Röntgenuntersuchung ist die fehlende Strahlenbelastung als auch die fehlende Invasivität der Methode. Bei Vorliegen der Erkrankung kann sofort die richtige Therapie eingeleitet werden, welche wiederum durch die Hüftsonographie in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird.